Trauerberatung,
Trauerbegleitung

Trauerberatung

Trauerberatung bedeutet für mich, Informationen und Hinweise zu Trauer-Wissen zu geben, um die problematisch erlebten Zustände einordnen und besser verstehen zu können. Hierbei berücksichtige ich Ihre individuelle Situation. Auch können Unterstützungsmöglichkeiten und Wege zum Umgang mit der Situation aufgezeigt und erläutert werden.

In einem Coaching ergänze ich die Elemente der Trauerberatung um arbeitsplatzrelevante Aspekte.

Trauerbegleitung

Ein wesentliches Element von Trauerbegleitung ist besonders in der ersten Zeit nach dem Verlust eine vertrauensvolle Raumgebung für Gefühle und Gefühlsausdruck.

Trauerbegleitung ist nach meinem Verständnis Dasein, Mitaushalten und ein Mitgehen auf Augenhöhe auf dem Trauerweg – zugewandt, wertschätzend, achtsam und offen für das, was sich bei der trauernden Person zeigt oder zum Ausdruck kommen möchte.
So wie ein Geländer als Stütze genutzt werden kann, dient Trauerbegleitung der Stabilisierung und Ermutigung, den eigenen schweren Weg zu gehen. In einer Trauerbegleitung bestimmt die trauernde Person die Themen und das Tempo, sodass sie Schritt für Schritt ihren eigenen Weg der Trauer gehen kann.

Trauerbegleitung gibt Zeit, Raum und Hilfestellung

  • für Gefühle und Gedanken
  • für den Trauerprozess, um ein Verständnis für die eigene Trauersymptomatik und Verhaltensweisen zu entwickeln und so die Selbstannahme zu fördern
  • für die Suche nach Orientierung und Halt sowie die Integration von Erfahrungen
  • für die Entdeckung von Ressourcen und die (kreative) Entwicklung von Bewältigungsstrategien
  • für das Finden von Lebensperspektiven in der Zukunft
  • für die Akzeptanz des Verlustes und (eventuell) für den Prozess von Bedeutungs- und Sinnsuche.

Grundlage einer kompetenten, akzeptierenden Trauerbegleitung ist das Wissen um die Vielfalt von Trauerreaktionen und Bewältigungsstrategien sowie um den individuellen zeitlichen Verlauf von Trauer. So können Auszeiten vom Trauern in Form von Vermeidung und Verdrängung als Erholungspausen dienen, um sich allmählich der neuen Lebenswirklichkeit anpassen zu können (*1).

*1) Stroebe, M. / Schut, H. „The Dual Process Model of Coping with Bereavement: A Decade On.“ (2010); zit in: Müller, H. / Willmann, H. „Trauer: Forschung und Praxis verbinden“ (2016) Verlag V&R, S. 50