Nachholende Trauer

Aktions- künstlerin Bali Tollak: Seelenbrett® Ausschnitt

Frühe Verluste in Kindheit und Jugend sowie langjährig zurückliegende Verluste, die nicht betrauert und gewandelt wurden, können durch nachholende Trauer- und Beziehungsarbeit (*1) gewandelt werden. Häufig werden sie in einem Beratungs- oder Therapieprozess reaktiviert. Auch in Krankheitssituationen können sich unverarbeitete Verluste regen.

Unverarbeitete Verluste können mit verantwortlich sein für Symptome wie Depression oder Ängste; sie können auch andere Lebensentwicklungen blockieren wie z.B. die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit in Zeiten von Arbeitslosigkeit.

Die nachholende Trauerarbeit findet im Heute statt, bezieht sich aber auf Vergangenes. Entsprechend werden methodisch die Zugänge zu dem frühen Verlust mit Hilfe von Erinnerungen, aktuellen Gefühlen oder Körperempfindungen sowie mittels Erinnerungssuche durch das Unbewusste angeregt.

Für nachholende Trauerarbeit stellt der von  R. Kachler entwickelte hypnosystemische Trauer- und Beziehungsansatz die Grundlage der nachholenden Trauerarbeit dar. Sie ermöglicht, blockierte Trauer zum Fließen zu bringen und eine innere Beziehung zur verstorbenen Person zu finden und zu gestalten.

*1) Kachler, R.: „Nachholende Trauerarbeit – Hypnosystemische Beratung und Psychotherapie bei frühen Verlusten“ (2018) Verlag Carl Auer