Fortbildung

In Balance sein und bleiben
– einen Umgang finden mit
Trauer
im beruflichen Alltag –

In der täglichen Arbeit sind professionell Tätige aus helfenden und pflegenden Berufsgruppen mit wiederkehrenden Abschiedssituationen konfrontiert. Die Belastungen angesichts dieser Situationen können durch einen professionellen Umgang mit den einhergehenden Gefühlen gemindert werden.

Wenn Betroffenheit, Erschütterung, Ermüdung oder Überdruss einen Ausdruck finden können, ist es möglich, eine mitfühlende, empathische Haltung gegenüber den Pflege- und Betreuungsbedürftigen zu bewahren und ihnen würdevoll zu begegnen. Es ist daher  – auch aus personalpflegerischer Sicht –  hilfreich, wenn Betriebe ihren Mitarbeitenden seelische Entlastung ermöglichen, indem es Gelegenheit, Ort und Ansprechpartner gibt, sowohl für die Entwicklung von Umgangsformen mit Trauergefühlen der ihnen anvertrauten bzw. von ihnen betreuten Menschen als auch mit eigenen Betroffenheitsgefühlen.

Zielgruppen

  • Pflegefachkräfte und Mitarbeiter/innen in der (Alten)Pflege und sozialen Betreuung
  • Mitarbeitende im Bestattungswesen
  • Mitarbeitende in helfenden Berufen wie Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen
  • Mitarbeitende und ehrenamtlich Tätige in der Hospizarbeit / Palliative Care

Nutzen

Die Fortbildungsangebote richten den Fokus auf den Umgang mit Verlusten. Als eine Maßnahme der Psychohygiene bieten sie Raum und Orientierung zum Umgang mit elementaren Lebensgefühlen. Ziel der Seminare ist es, einen angemessenen Umgang mit Trauer im beruflichen Kontext zu fördern. Indem persönliche Erschütterungen reflektiert und zugeordnet werden, kann ein gesundes Gleichgewicht von wertschätzender Nähe und Distanz im Tätigkeitsfeld erhalten werden. Auf der persönlichen Ebene der Pflegenden und Dienstleistenden mindert dieses Angebot die Burn-Out-Gefahr und unterstützt zugleich auf der systemischen Ebene die Entwicklung einer Abschieds- und Trauerkultur im beruflichen Tätigkeitsumfeld.

Die Seminarinhalte behandeln folgende Themen:

  • Reflexion persönlicher Verluste
  • Trauer/Betroffenheit im beruflichen Kontext
  • Wahrnehmung und Ausdruck von Gefühlen
  • Umgang mit Grenzen und Selbstfürsorge
  • Kommunikation mit Angehörigen
  • Entlastungsangebote für Angehörige
  • Ressourcen
  • Entwicklung von Ritualen
  • kollegialer Erfahrungsaustausch

Folgende Methoden werden eingesetzt:

  • Selbsterfahrungsorientierter Zugang zu Trauer
  • Kreative Ausdrucksmethoden
  • Theorie in Form von Impulsreferaten
  • Kleingruppenarbeit
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen
  • Symbol- und Ritualarbeit

Rahmenbedingungen

Die Fortbildungen werden auf Gegebenheiten und Bedürfnisse der Einrichtung bzw. des Betriebes zugeschnitten. Tagesseminare werden als Inhouse-Schulungen in Einrichtungen und Bildungshäusern angeboten. Wochenendseminare finden in Kooperation mit einem Träger oder ebenfalls als Inhouse-Schulung statt. In Absprache sind auch andere zeitliche Formate möglich.

Hier finden Sie Informationen zu den Kosten.