Biografie

Meinen Lebenslauf ordne ich in drei Lebensabschnitte:
Biologin, Mutter, Trauerbegleiterin.

Für meine Patchwork-Biografie habe ich die Metapher eines bunten gewebten Lebensteppichs gefunden.

Geboren wurde ich in Lübeck und wuchs ohne Geschwister als Halbwaise auf. Meine Mutter, ausgebildete Kindergärtnerin und Naturbegeisterte, legte die Grundlage für mein Interesse an der Natur. Gruppenerfahrungen durch den frühen und langjährigen Besuch von Kita und Hort förderten bei mir soziales Lernen, Kreativität und Spielfreude.

Das Element Wasser hat mich seit früher Kindheit geprägt – Lübeck ist von Wasser umgeben – und so wurde ich eine begeisterte Schwimmerin und wollte nach dem Abitur ursprünglich als Meeresbiologin in der Forschung tätig werden. Dieses Berufsziel änderte ich im Verlauf des Studiums aus Gründen von finanzieller Machbarkeit. In der warenkundlichen, botanischen Mikroskopie entdeckte ich mein visuelles Gedächtnis und meine Freude an der Diagnostik von Feinstrukturen. So spezialisierte ich mich auf dieses Fachgebiet und war in dem Bereich später auch als Diplom-Biologin beruflich tätig.

Meine zwei Kinder aus zwei Ehen haben mich gelehrt, meinen Lebensalltag als Mutter und Hausfrau achtsam, fürsorglich und wertschätzend zu gestalten; dies war der Beginn meiner Achtsamkeitspraxis. Durch das „Scheitern“ beider Ehen und die damit verbundenen Trennungserfahrungen entwickelte ich die Bereitschaft und den Willen zur Versöhnung. Für diese Beziehungs- und Friedensarbeit setzte ich viel Zeit und Kraft ein. Geholfen hat mir hierbei meine Trauer, die schmerzhafte Seite der Liebe, welche in der ersten bewussten Verlustkrise im Alter von Mitte dreißig als nachholende Trauer aufbrach und seitdem als vertrautes Gefühl zu meinem Leben gehört.

Meine Entwicklung hin zur Systemischen Familientherapeutin mit dem Arbeitsschwerpunkt Trauerbegleitung ist kein linear verlaufener Prozess gewesen. Die Lebenskrisen führten zur Aufgabe meines naturwissenschaftlichen Berufes. Durch verschiedenste Therapien und Selbsterfahrungszeiten entdeckte ich biografische Ressourcen. Insbesondere das schmerzhafte Gefühl der Sehnsucht nach meinem Vater war eine Antriebsfeder für suchende Erinnerungsarbeit und Bedeutungsgebung von Lebenserfahrungen. Meine Trauer um Verluste und nicht erlebtes Leben haben mich zu meiner neuen beruflichen Orientierung geführt.

Heute schaue ich in Dankbarkeit auf meinen Werdegang und habe erkannt, dass Trauerbegleitung und damit auch meine Arbeit für In Memoriam Kolibri meine Berufung ist.

Qualifikationen, Fakten und Kompetenzen zu den Lebenslaufkontexten Trauerbegleiterin, Biologin, Lebenskompetenz finden Sie auf den entsprechenden Menüseiten.